Friss oder Stirb

Ich sitze an meinem Rechner und recherchiere im Internet.Ich finde eine interessante Webseite und möchte mich anmelden. Da kommt wieder die Hürde : AGB akzeptieren, was ich nicht möchte, da die x Seiten zu Lesen mir momentan zu viel sind,  also nein, diese Seite wird dann nicht die Quelle von Informationen sein. Oder: ich komme auf eine Seite, die mich komplett blockiert -> aha, ich möchte nicht mit Werbung belästigt werden und habe einen Blocker für Werbung installiert, mit solchen eigenen Wünschen darf ich nicht mehr auf diese Seite -> das kann ich akzeptieren, blockiert mich aber schon wieder.

Nun möchte ich z.B. gerne ein Abo bestellen und finde das Abo bei einem neuen Anbieter, Preis ist OK und ich fange an die Seiten für die Bestellung auszufüllen. Die letzte Seite hat es in sich, Bezahlmethode (da schaue ich dann auch sehr genau hin), Akzeptanz der ABG (die x Seiten von oben), ... . Es kommt dann öfters vor, dass ich nach vielen Minuten Bestellvorgang mir sehr unsicher bin, ob ich dieses Abo wirklich noch brauche.

Bezahlvorgang finde ich in der Zwischenzeit nicht mehr witzig. Ich benötige einen neuen Kopfhörer für mein Handy und gehe ich den großen Laden und werde dort auch sehr freundlich empfangen, beraten und dann gehen wir zu Kasse. Ich ziehe meine Kreditkarte zum Zahlen und dann soll ich unterschreiben. "Nein, einen Stift haben wir nicht, Sie haben doch einen Finger". Ich bin old school und habe das Schreiben mit dem Finger in der Schule nicht gelernt; Ich habe von Kindern gehört, die Ihren Namen tanzen können, das wäre möglicherweise auch noch drin. Unterschrift mit dem Finger -> no way -> ich gehe ohne Kopfhörer.

Ein weiteres Beispiel, welches mich ins Grübeln bringt kommt aus die Gesundheits-IOT. Nutzen der Withings Waage um eine Historie für mein Gewicht zu bekommen (ja es ist zu hoch). Nach der Einkaufstour von Nokia ist das Withings App jetzt weg, jetzt heißt es .. ? Ich habe es vergessen, ich nutze nur noch die Waage ohne Internet (möglicherweise traue ich der Datensicherheit von Nokia nicht), für mich hat die Waage nur noch einen sehr kleinen Teilwert.

 

Beispiele von Hürden bei denen ich mich Frage, ob hier eine Verrohung innerhalb des Business - Kunden Kontaktes eingetreten ist. Nimm mein Angebot so an wie ich es entworfen habe. Stelle keine Fragen und mach so wie ich will ist für mich keine Basis für eine Verhandlung auf gleicher Augenhöhe, hier sind klare Vorgaben die akzeptiert werden sollen, nein sogar akzeptiert werden müssen. Nimm dieses Produkt und halte die Klappe ist für mich die Message die dahinter steckt. Oft wird diese Vorgehensweise aus Kostengründen erklärt: Es ist nicht möglich ein auf Masse ausgerichtetes Produkt für den Kunden anzupassen. Sehr schade für das Busines, möglicherweise werde ich kein Kunde.

 

Dieses Verhalten ist aus meiner Sicht aber aktuell noch komplett in den Kinderschuhen. Wir werden uns daran gewöhnen und werden mit den Vorgaben leben und auch akzeptieren (zumindest ein großer Teil). Es wird eine Akzeptanz-Kultur aufgebaut, zunächst im Kleinen, immer größer werdend, die dann verallgemeinert wird und für alle gelten wird. Die Grenzen verwischen momentan auch von der reinen Internet-Nutzung  zum täglichen Gebrauch von Dingen, welche durch Computer unterstützt wird. Wie weit wird das gehen: Ich stelle mir momentan das selbstfahrende Auto vor, welches ich dann aber nicht mehr kaufen kann, sondern nur noch eine Lizenz zur Nutzung habe. Was geschieht, wenn mir hier die AGB's nicht mehr gefallen ....

 

Achtsamkeit

Ich nehme mir die Zeit um mir um meine Bedürfnisse Gedanken zu machen, Ich gehe neu in einen Yoga Kurs für Anfänger - und ich bin ein absoluter Anfänger im Yoga - und geniese die Zeit. Die Kombination von körperlicher Anstrengung und Meditation sind für mich genau das Richtige. Ich fühle meinen Körper und stelle fest, dass ich in der Vergangenheit einige Dinge unter dem Aspekt Achtsamkeit eine bessere Ausrichtung bekommen hätten. 

 

Guter Vorsatz

Die Weisheit im Yoga Kurs im Bereich der Achtsamkeit war ungefähr so:

 

Wir sollten stets unser Bestmögliches tun, als wäre jeder Augenblick unser letzter

 

 

Dieses zu realisieren fand ich sehr schwierig, möglicherweise habe ich es nicht richtig verstanden. Für mich sind gute Vorsätze aber immer konkrete Vorsätze, daher habe ich etwas recherchiert und bin auf die Seite vom Glücksdetektiv auf einen Blockeintrag gestoßen "Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter!" der eine Erweiterung beinhaltet. In diesem Blog werden mit der Kopfstandmethode die Dinge aufgezeigt, die am letzten Tag nicht gemacht werden sollten. Hier habe ich so viel über Achtsamkeit als Tips für mich herausgelesen, dass ich diesen Eintrag empfehlen möchte.

 

Die Kopfstandmethode hat aber auch einen Nachteil: Ich bin meinem konkreten und guten Vorsatz leider nicht näher gekommen. In jedem Augenblick unser Bestmögliches geben kann. Um das Bestmögliche zu tun muss ich verschiedene Alternativen haben um dann zu entscheiden auch wirklich das Bestmögliche auszuwählen. Mir sind diese möglichen Alternativen aber nicht in jedem Augenblick klar, daher kann ich nur auf mich schauen und selbst bewerten, ob ich nach gewissen Regeln / Vorgaben aktiv bin. Eine diese "Regeln" ist für mich die Achtsamkeit und damit kann ich sehr konkret meinen Vorsatz auch ausdrücken.

 

Mein Vorsatz:

Reflektiere Dich (im schnellen Rythmus) und werde Dir in jedem Augenblick der Achtsamkeit für Dich bewußt.

Einrichten des neuen Büros

Nach einigen Renovierungsarbeiten ist das Büro kurz vor der Fertigstellung. Wir haben auf Energieeffinzienz geachtet und haben daher mit einer ökologischen Dämmwolle den Zwischenraum Ziegel und Decke aufgeblasen. Mit einer neuen Aufteilung haben wir nun 2 Bereiche in denen wir uns mit den Klienten zusammensetzen können. Durch bewegliche Möbel und mobiles Inventar können wir jeweils Bedarfsgerecht die notwendige Umgebung für unsere Gespräche realisieren. 

Bis zur Eröffnung ist noch einiges zu organisieren, die Sommerzeit läßt uns aktuell etwas Zeit zum verschnaufen. Diese Zeit nutzen wir zur Reflektion und Achtsamkeit.

Den Termin für die Eröffnung werden wir noch bekannt geben.

Hier einige Bilder von unseren Räumlichkeiten, bzw. ein Beispiel für eine Konfiguration:

 

Wie geht es den Medianten

In der Mediation wird durch das Eisbergmodel schnell klar, dass zum Start eines Konflikt immer nur die Spitze des eines solchen Eisbergs sichtbar ist. Versteckte oder auch lang zurückliegende Geschehnisse haften immer noch nach und kommen erst bei den Gesprächen mit dem Mediator zu Tage. Emotionen können hochkochen und und sollten durch den Mediator aufgefangen werden. Die unterschiedlchen Arten der Mediation behandeln diese unterschiedlich; auf der kognitiven Ebene mit der Bitte sich doch sachlich zu artikulieren und auf  transformativen Ebene mit dem "emotionalen Abholen" des Mediaten. Damit kann sich der kognitive Ansazt auf ein einfaches Verhandeln reduzieren, welches auf einer soliden sachlicher Ebene abläuft. Dieses könnte für den Medianten zu wenig ist. Der Mediant ist emotional noch nicht abgeholt und wird sich innerlich wie die Rose auf dem Bild fühlen: traurig, enttäuscht, schwermütig vielleicht sogar verzweifelt.

 

Diese Rose habe ich am Samstag geschenkt bekommen. Zu diesem Zeitpunkt war diese frisch und hat mir mit ihrer Frische mir sehr viel Freude gemacht. Ich habe die Rose dann im Auto transportiert und habe sehr genau darauf geachtet, dass die Blätter und Blüte nichts abbekommen. Leider war das für die Rose nicht ausreichend bzw. ich habe trotz meiner Achtsamkeit die Rose falsch behandelt, wie auf dem Bild sehr eindrücklich klar wird. Etwas Wasser in einem nassen Tuch um den Stiel gewickelt, nur eine kleine Aufmerksamkeit hätte einen sehr positiven Effekt gehabt und die Traurigkeit wäre wohl nicht so stark aufgekommen. Hier hat etwas wesentliches gefehlt. Nach einer stark kognitven Mediation kann der Mediant innerlich auf der gleichen Ebene sein, wie man an dieser Rose äußerlich erkennen kann.

 

Beim transformativen Ansatz gelingt es dem Mediator auch Gefühle wie Traurigkeit, Entäuschung, .. sowie die Bedürfnisse des Medianten aufzunehmen und diesen auch emotional abzuholen. Am Ende einer Mediation sollte sich der Mediant fühlen wie eine frische Rose. Ich persönlich freue mich, das ich den Ansatz der transformativen Mediation einsetze und dann zwar angestrengte Medianten zurücklasse, gleichzeitig auch langhaltige Ergebnisse erziele.

 

Übernahme von eskalierten Projekten durch Kombination aus Projektleitung und Mediation

Projekte eskalieren aus verschiedensten Gründen. Nur einige Beispiele sind unzureichende Planung, unklare Ziele, mangelndes Projektmanagement, zu hohe Anforderungen, fehlende Qualifikation, zwischenmenschliche Konflikte oder eine allgemein unzureichende Kommunikation. Meist treten mehrere der Faktoren gleichzeitig auf, weshalb einerseits das Eingreifen eines professionellen Projektleiters, andererseits der Einsatz eines Mediators zielführend ist. Im Optimalfall unterstützt ein externer Dienstleister, der dies in Kombination anbieten kann.

Externe Unterstützung bei Projektkrisen

Die Vorlieben interner Projektleiter liegen nicht selten darin, (technische) Lösungen zu realisieren. Die Wahrnehmung und Optimierung der sonstigen Randbedingungen kommt häufig zu kurz. Gerät ein Projekt in eine Krise, ist einerseits Gelassenheit, andererseits zügiges Handeln gefragt. Ein externer Projektleiter kann mit dem notwendigen emotionalen Abstand agieren und gleichzeitig seine Expertise im Bereich der Projektmanagement-Methoden einbringen. Darüber hinaus ist jedoch auch ein hohes Maß an Empathie notwendig, um zu erkennen, in welcher Phase sich die Betroffenen gerade befinden. Möglicherweise sind sie fassungslos, aggressiv oder bereits auf dem Rückzug. Darüber hinaus können Konflikte zwischen den Teammitgliedern oder Projektpartnern bestehen, welche identifiziert werden müssen.

Zusammengefasst bedeutet das: Projektkrisen werden einerseits durch fachliche und methodische Probleme, andererseits durch menschliche Faktoren hervorgerufen. Wenn auch Sie von derartigen Herausforderungen betroffen sind, entscheiden Sie sich demnach im Optimalfall für einen Dienstleister, dessen Mitarbeiter sowohl erfahrene Projektmanager als auch Mediatoren sind. Selbst extrem festgefahrene und aussichtslos erscheinende Situationen lassen sich auf diese Weise verbessern – stets mit dem Ziel, Projekte mit Erfolg zum Abschluss zu bringen und darüber hinaus Best Practices für die Zukunft mitzunehmen.

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