Energiemanagement = Zeitmanagement ?

Ich habe einen Artikel über Energiemanagement (LINK) gelesen. Es gab bei mir einen Geistesblitz, den ich gerne teilen möchte. Am Ende stelle ich dann Werkzeuge zur Verfügung, mit denen man seine persönliche Energie planen kann.

 

Im Artikel wird auf die Energie und Zeitmanagement eingegangen und der tägliche Ablauf aufgezeigt. Beim Zeitmanagement wird im wesentlichen auf die wichtigen zu erledigende Punkte eingegangen, diese werden dann in einem Zeitplan festgehalten und realisiert. Es wird eine Minimierung  der "vergeudeten" Zeit erreicht. Damit wird aber nicht darauf geachtet, wann der persönliche Energietank (wie der Tank beim Auto) leer ist. Die zeitliche Abfolge von Tasks is wichtig. Es gibt in der Regel aber nur einen begrenzten Teil an Energie, dann ist der perönliche Tank leer. Mit der Energie meine ich aber nicht die Kalorien und damit Essen sondern eher die geistige oder empatische Energie, welche wir in der Lage sind zu geben.

 

Hier gibt es Höhen und Tiefen,  jeder ist anders und kann mehr oder weniger Energie abgeben. Je nach Tagesform, ausgeschlafen oder nicht, gut gelaunt oder auch schleht, im Flow weil der Tag gutes bringt und die Arbeit genau passt (oder auch nicht) oder es gibt sind gerade große Veränderungen und damit Unsicherheiten im Gange, ergeben sich emotionale Höhen und Tiefen. Meist sind es die Tiefen aus denen dann auch Ungereimtheiten und damit Konflikte entstehen.

 

Konflikte sind Energiefresser

Bei Konflikten entstehen nun Diskussionen, Emotionen kommen auf, man dringt in die Vergangenheit und sucht nach Mustern, die Gedanken wandern in "wie kann ich meine Meinung durchsetzen", "ich habe Recht, er hat unrecht", "welche Argument habe ich noch", "wer kann mich unterstützen" und viele weitere mehr bis hin zu "wie kann ich Ihm schaden". Alle diese Gedanken sind nicht zielführend und kosten eine unglaubliche Menge Energie (Ganz am Rande, diese Gedanken wurden auch nicht im Zeitmanagement augenommen). Diese Energie ist verpufft und kann nicht mehr zur Arbeit oder Freizeitaktivitäten genutzt werden, es braucht nun das Energie-Auftanken.

 

Um nicht in diese Gedankenkette zu kommen, ist wie oben schon beschrieben, ein voller Energietank wichtig. Wichtig ist auch eine Planbarkeit und mit Puffer nach oben zu erreichen, damit das Zeitmanagement auch sicher realisiert werden kann. Als erstes werden die Aufgaben, die zu erledigen sind, Energetisch aufaddiert. Diesen Wert kann man dann mit einem maximalen Wert an Energie, die man bereit ist zu liefern, verglichen werden.

 

Ein einfaches Schätz-Verfahren kann man sich aus der agilen Welt holen. So wird eine einfache Aufgabe mit einem Energiewert definiert, schwierigere Aufgaben sind dann ein vielfaches dieser einfachen Aufgabe. Die Vielfachen sind 2,3,5,8,13,21,34,55,100 und

 

Energiekosten

Für mich ist die Planung eines Tages eine einfache Aufgabe, diese dauert weniger als 15 min und wird mit dem Wert 1 E (E für Energie) bewertet. Die Vorbereitung für ein Gespräch mit meinem Chef dauert max 30 min, ist aber schwieriger. Ich nehme den Wert 3 E für diese Aufgabe. Die Planung eines Meetings mit einer Zeitdauer von 30 min ist nicht so schwierig, dafür nehme ich den Wert 2. Bei der Durchführung eins Meetings kommt es bei mir auf die Sprache an, Deutsch ist einfach, Englisch ist schwieriger und hat einen höheren Energiebedarf. Die Durchführung eines Workshops, der ca. 5 Stunden dauert ist eine hohe Anstrengung, ich muss sehr konzentriert auf die Teilnehmer eingehen und ich definiere diesen mit 13 E / Stunde, damit sind wir hier bei 75 E.  Noch einmal der Hinweis, das sind Werte von mir und nicht vergleichbar mit anderen Personen.

 

Ein Konfliktgespräch hat wesentlich höhere Kosten, so gehe ich von ca. 20E je Gespräch und Stunde aus. Gleichzeitig kommt hier noch der Wechsel des Kontextes (ins Gespräch und aus dem Gespräch) hinzu welches ich mit jeweils 10 E ansetze. Für die Konfliktpartei sehe ich eine ähnliche Bilanz, d.h. ich darf die Energiekosten der Konfliktpartei nicht direkt mit meinen Zahlen vergleichen, gleichzeitig wird deren Bedarf aber einer ähnlichen und damit stark erhöhten Energiepegel vorhanden sein.

 

Leistungsfähigkeit

Für mich ergibt sich eine Leistungsfähigkeit von ca. 50 - 100E / Tag.  An manchen Tagen ist es sogar mehr als 100 E,  das merke ich dann, wenn ich mich in der Entspannungsphase befinde und einen sehr großen Bedarf habe.

 

Die Ruhe an meinem Schreibtisch, die Musik im Hintergrund auf einem entspannenden Niveau, die Ideen wandern durch meinen Kopf, sind auch wieder Weg, Geräusche kommen und gehen -> ich bin im Flow und fühle mich wohl. Hier kann ich auftanken und meinen Energielevel erhöhen.

 

Was mache ich

Ich kombiniere das Zeitmanagement mit einem zusätlichen Wert, der Energiewert. Dieses mache ich in einem xls-Sheet und habe damit den Bedarf an Energie für die einzelnen Aufgaben sehr gut im Überblick. Zusätzlich gönne ich mir Erholungsphasen um den Energietank wieder aufzufrischen, auch dieses ist in meinem Blatt enthalten.  Am Ende der Woche erhalte ich einen Überblick über die Energiebilanz, eine Wochenenergiebilanz. Diese Bilanz vergleiche ich mit meinem Entspannungsgefühl, welches ich habe. Damit kann ich grob meine Energie planen.

 

Das xls-Sheet ist momentan nur für mich nutzbar, wenn sich jemand dafür interssiert, bitte mail an mich (LINK). Falls ich mehrere Rückmeldungen erhalte, werde ich dieses dann auch anpassen und zur Verfügung stellen.

 

Glück hat ein Gewicht

Ich habe schon viel über Glück gelesen, so wird über positive Gedanken gesprochen der andere sagt das Glück wird durch Engagement erzeugt, wieder andere gehen über Negativ-Beispiele wie z.B. Geld macht nicht Glücklich. Ich habe aber noch kein Buch oder in Gesprächen erlebt, dass jemand sagt, dass man Glück wiegen kann.

Ich habe in der letzten Woche erlebt, dass man Glück sehen und auch auf die Waage legen kann. Dieses ist mir bei meiner Tochter und Ihrem Freund aufgefallen, aber ich hole etwas weiter aus.

Ich bin seit fast 40 Jahren mit meiner Frau sehr glücklich zusammen und wir hatten dieses Jahr unseren 37. Hochzeitstag. Wir haben 4 Töchter die aus dem "gröbsten" rauss sind, d.h. alle haben einen Partner und wir sind in der Zwischenzeit auch schon Großeltern geworden. Meine älteste Tochter hat 2 Söhne und die Zweitälteste hat einen Sohn. Genau hier fängt es an, wir sind am letzten Montag wieder Großeltern von der Zweitältesten geworden und haben nun auch eine Enkeltochter. Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt habe ich mir Tochter und Freund mit Enkeltochter in Ihrem Glück angesehen. Ein strahlendes Gesicht und die Freude über das neue Leben. Das Glück lag in Ihren Armen und hatte das Gewicht von ca. 3400 gr.

In diesem Augenglick wurde mir klar, dass Glück ein Gewicht haben kann.

Achtsamkeit

Ich nehme mir die Zeit um mir um meine Bedürfnisse Gedanken zu machen, Ich gehe neu in einen Yoga Kurs für Anfänger - und ich bin ein absoluter Anfänger im Yoga - und geniese die Zeit. Die Kombination von körperlicher Anstrengung und Meditation sind für mich genau das Richtige. Ich fühle meinen Körper und stelle fest, dass ich in der Vergangenheit einige Dinge unter dem Aspekt Achtsamkeit eine bessere Ausrichtung bekommen hätten. 

 

Guter Vorsatz

Die Weisheit im Yoga Kurs im Bereich der Achtsamkeit war ungefähr so:

 

Wir sollten stets unser Bestmögliches tun, als wäre jeder Augenblick unser letzter

 

 

Dieses zu realisieren fand ich sehr schwierig, möglicherweise habe ich es nicht richtig verstanden. Für mich sind gute Vorsätze aber immer konkrete Vorsätze, daher habe ich etwas recherchiert und bin auf die Seite vom Glücksdetektiv auf einen Blockeintrag gestoßen "Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter!" der eine Erweiterung beinhaltet. In diesem Blog werden mit der Kopfstandmethode die Dinge aufgezeigt, die am letzten Tag nicht gemacht werden sollten. Hier habe ich so viel über Achtsamkeit als Tips für mich herausgelesen, dass ich diesen Eintrag empfehlen möchte.

 

Die Kopfstandmethode hat aber auch einen Nachteil: Ich bin meinem konkreten und guten Vorsatz leider nicht näher gekommen. In jedem Augenblick unser Bestmögliches geben kann. Um das Bestmögliche zu tun muss ich verschiedene Alternativen haben um dann zu entscheiden auch wirklich das Bestmögliche auszuwählen. Mir sind diese möglichen Alternativen aber nicht in jedem Augenblick klar, daher kann ich nur auf mich schauen und selbst bewerten, ob ich nach gewissen Regeln / Vorgaben aktiv bin. Eine diese "Regeln" ist für mich die Achtsamkeit und damit kann ich sehr konkret meinen Vorsatz auch ausdrücken.

 

Mein Vorsatz:

Reflektiere Dich (im schnellen Rythmus) und werde Dir in jedem Augenblick der Achtsamkeit für Dich bewußt.